Inflationsausblick Türkei 2026
31,51% Jahresinflation im August: fünf Grafiken zu Vorjahreswerten, Beiträgen, Kernraten und der Breite der Preissteigerungen.
Erstellt von MasVeri · · Unsere redaktionelle Methode
Niedrigere Jahresrate, höheres Preisniveau
Die jährliche Teuerung lag im August 2026 bei 31,51%, nach 32,95% im August 2025 und 51,97% im August 2024. Die Abstände betragen 1,44 und 20,46 Prozentpunkte. Das Tempo sank, das Preisniveau lag dennoch über dem Vorjahr.
Eine niedrigere positive Rate bedeutet keine sinkenden Preise. Die Grafik enthält nur Augustwerte und belegt keinen lückenlosen Rückgang aller dazwischenliegenden Monate.
Jahresinflation im August
% · 2024–2026
Jahresrate jeweils im August, keine Jahresendrate.
Die Aussage der Monatsrate
Die Monatsrate betrug 1,84%, gegenüber 2,04% im August 2025 und 2,47% 2024. Der letzte Abstand beträgt 0,20 Punkte. Derselbe Kalendermonat liefert Kontext, ersetzt aber keine Saisonbereinigung.
Monatlich wird mit Juli verglichen, jährlich mit dem vorherigen August. Zwölfmal die Monatsrate ergibt keine beobachtete Jahresinflation; Veränderungen wirken zusammengesetzt und zukünftige Werte fehlen.
Monatsinflation im August
% · 2024–2026
August gegenüber Juli; nicht saisonbereinigt.
Beiträge einzelner Gruppen
Lebensmittel trugen 8,12, Verkehr 5,94 und Wohnen-Energie 5,01 Prozentpunkte bei. Zusammen ergeben 19,07 Punkte rund 60,5% der Gesamtrate. Diese Gruppen tragen einen wesentlichen Teil des gemessenen Drucks.
Beitrag und eigene Gruppenrate unterscheiden sich: Lebensmittel stiegen um 33,79%. Gewichte bestimmen den Beitrag. Die schnellste Preissteigerung muss nicht den größten Beitrag liefern; die Auswahl bildet nicht den gesamten Index ab.
Ausgewählte Beiträge zur Jahresinflation
Prozentpunkte · 2026-08
Beiträge in Prozentpunkten; ausgewählte Gruppen, nicht der gesamte Index.
Kernmaße B und C
Kernmaß B lag bei 30,68%, C bei 30,07%; die Abstände zur Gesamtrate betragen 0,83 und 1,44 Punkte. B schließt unverarbeitete Lebensmittel, Energie, Alkohol, Tabak und Gold aus; C sämtliche Lebensmittel und die übrigen genannten Posten.
Die Maße ergänzen den Gesamtindex, ersetzen ihn aber nicht. Raten um 30% zeigen, dass der Anstieg nicht nur ausgeschlossene Posten betrifft. Ursachen werden dadurch nicht isoliert.
Gesamt- und Kerninflation
% · 2026-08
Jahresveränderung August 2026. VPI 2025=100; Raten, keine Preisniveaus.
Die Breite der Preissteigerungen
134 von 174 Unterklassen verzeichneten steigende Preise, 35 sinkende und fünf unveränderte. Das entspricht rund 77,0%, 20,1% und 2,9% der Anzahl. Die Preissteigerungen waren über viele Kategorien verteilt.
Diese Zählung ist nicht ausgabengewichtet. Eine kleine Kategorie zählt genauso wie eine große. 77,0% bedeutet daher nicht, dass dieser Anteil der Ausgaben gleich stark teurer wurde.
Preisbewegungen nach Unterklassen
Anzahl Unterklassen · 2026-08
174 Unterklassen; Anzahlen, keine Ausgabengewichte.
Kumulierte Veränderung seit Dezember
Seit Dezember 2025 stiegen die Preise bis August um 22,07%. Die Veränderung des Zwölfmonatsdurchschnitts betrug 31,79%. Beide Zeitfenster unterscheiden sich vom Vorjahresvergleich mit 31,51%.
2025 betrug der entsprechende kumulierte Anstieg 21,50%, also 0,57 Punkte weniger. Eine höhere kumulierte Rate und eine niedrigere Jahresrate widersprechen sich nicht. Das Gesamtjahr 2026 ist noch nicht abgeschlossen.
Unterschiedliche Haushaltserfahrungen
Haushalte verteilen Ausgaben unterschiedlich auf Wohnen, Lebensmittel, Verkehr und Dienstleistungen. Einkommen, Alter, Region und Lebensform beeinflussen diese Struktur. Persönliche Erfahrungen können deshalb vom Gesamtindex abweichen.
Der Bericht berechnet keine persönliche Inflationsrate. Dafür wären ein konsistenter Warenkorb und Preise nötig. Kaufkraftanalysen benötigen zusätzlich die Einkommensentwicklung; der separate Lebenshaltungsbericht untersucht Budgetanteile.
Worauf beim nächsten Wert achten?
Bei neuen Daten sollten Monatsrate, Gruppenbeiträge, Kernmaße und Verbreitung gemeinsam beobachtet werden. Konstante Definitionen verhindern, dass ein einzelner Posten stellvertretend für den gesamten Index interpretiert wird. Eine Prognose wird nicht abgegeben.
Auch die Vorjahresbasis beeinflusst Jahresraten, ihr Beitrag wird hier jedoch nicht berechnet. Die Kennzahlen erlauben keine eindeutige Zuordnung zu einer einzelnen wirtschaftlichen Ursache.
Methode und Abgrenzung
Quelle ist TÜİK-Mitteilung 58290 vom 3. September 2026 zum August-VPI, Basis 2025=100. Raten stehen in Prozent, Beiträge und Abstände in Prozentpunkten. Historische Grafiken enthalten jeweils August.
Anteile der Unterklassen wurden durch Division durch 174 berechnet; der Beitragsanteil als 19,07/31,51. Gerundete Ausgangswerte ergeben Näherungen. Analyse und Grafiken stammen von MasVeri; spätere Daten ersetzen diese Fassung nicht automatisch.
Quelle und Abdeckung
Referenz: August 2026. TÜİK, 3. September 2026. Keine Jahresendprognose.
Jahresinflation im August · TÜİK ↗Monatsinflation im August · TÜİK ↗Ausgewählte Beiträge zur Jahresinflation · TÜİK ↗Gesamt- und Kerninflation · TÜİK ↗Preisbewegungen nach Unterklassen · TÜİK ↗Zusammenfassung
2026- 31,51% Jahresinflation bedeutet keine fallenden Preise.
- Lebensmittel, Verkehr und Wohnen-Energie tragen zusammen 19,07 Punkte bei.
- 134 von 174 Unterklassen stiegen; die Zahl ist kein Ausgabengewicht.